AK070 Optimismus versus Pessimismus – oder: Was hat es mit dem Positiven Denken auf sich

halb_voll_glas_02Sie fragen sich: “Was hat denn Positives Denken mit Kommunikation zu tun?”
Vielleicht mehr als man vordergründig denken mag.
Wer schon einmal erlebt habt, wie souverän, humorvoll und eloquent man sein kann, wenn man sich in einem guten “inneren Zustand” befindet, weiss wovon ich hier schreibe.

Das war Grund genug, mich einmal nicht nur mit “mentalen Stimmungsaufhellern” zu beschäftigen, sondern auch mit Aspekten, die eher in die Bereiche Lebensanschauungen, Überzeugungen, belief systems oder gar ins Reich der Ideologien fallen, wie z.B. dem Positiven Denken, dem Optimismus oder der Positiven Psychologie von Prof. Martin Seligman.

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Ein Erfolgsgeheimnis: Fokussiere Dich!

Eines der wichtigsten Güter heute ist: Unsere Aufmerksamkeit.

Wie oft schaffen Sie es, an einer Aufgabe, die Sie begonnen haben, wirklich so lange zu bleiben, bis diese fertig ist? Je nach Jobprofil sind “Störungen” natürlich inhärenter Bestandteil unserer Aufgabe, aber da wären noch all jene kleine “Störquellen”, die wir mehr oder weniger selbst initiieren.

Wer sagt denn eigentlich, dass ich jedes Mal, wenn mein Mail-Programm pingt, auch gleich schauen, muss, wer mir da geschrieben hat?

Eine Technik, mit der ich sehr gute Erfahrung gemacht habe und die mir wunderbar hilft, mich selbst zu disziplinieren, ist die POMODORO-Technik:

  1. Stellen Sie sich einen Timer auf 25 min.
  2. Arbeiten Sie diese 25 min an nichts anderem als an einer bestimmten Aufgabe.
  3. Wenn der Timer piepst – machen Sie 3 min Pause
  4. Nach der Pause entscheiden Sie – weiter mit Aufgabe A oder eine neue Aufgabe B. … dann weiter bei 1.

zur POMODORO-Technik gibt es mittlerweile nette Tools (… für all diejenigen, die eine Eieruhr auf dem Schreibtisch deplaziert finden;-), z.B. den FocusBooster, den es für den Mac, für Windows und auch als Web-App gibt.

Und sollten Sie zur “schreibenden Zunft” gehören, dann empfehle ich Ihnen den FocusWriter, der auf wunderbare Art und Weise für eine störungsfreie Schreibumgebung sorgt.

Woran scheitern gute Ideen?

Warum bleiben eigentlich so viele Ideen irgendwo stecken?

Warum werden viele Ideen nie realisiert?

Wenn ich die letzten Jahre in der Rückschau betrachte, gab es unzählige Treffen, Meetings oder Skype-Calls mit Freunden und Kollegen, die vor Ideen nur so sprühten. Meetings, wie das der letzten beiden Tage, die ich mit zwei kreativen Querdenkern verbracht habe. Wir haben gesponnen, geskribbelt und Stösse von Papier mit Ideen gefüllt… und kamen auch irgendwann einmal an den Punkt, uns zu fragen, wieviele Ideen wir eigentlich in den letzten Jahren produziert haben und wieviele davon Realität geworden sind. Es ging quasi um den “Umsetzungsquotient” – dem Quotient aus…

  • der Anzahl der Ideen, die man hatte und
  • der Anzahl der Ideen, die sich in irgendeiner Weise tatsächlich in der Realität manifestiert haben.

Nun gibt es Menschen (.. wie mich;-), die an einem latenten Ideen-Blowout “leiden”, d.h. ganz gleich, ob dieser Typ eine Zeitschrift aufschlägt, durch die Weiten des world-wide-web surft oder schlicht durch den Wald joggt – seine kreative Maschine zwischen den Ohren produziert … Ideen… Ideen… Ideen. Sie purzeln völlig unzensiert aus dem Kopf und füllen im Laufe der Zeit unzählige Mindmaps, Moleskin-Seiten oder “Könnte man doch mal machen”-Seiten . Das ist nicht weiter schlimm, denn wie hat schon Rolf Berth in seinem Buch “Erfolg” beschrieben: “Man braucht für eine einzige Erfolgslancierung volle 175 Ideen.”

Dies könnte den allzu kreativen Geist doch glücklich stimmen, nicht wahr?! Tut es nicht.

Denn oftmals hat er von klein auf gelernt (konditionert?!), dass nur “fertige” Dinge die Wahrheit der (Wert-)Schöpfung sind. Womit wir bei dem ersten Glaubenssatz sind, die so manchen kreativen Denker quält:

Leistung wird erst dann zum Wert, wenn sie verkauft ist.

Und “verkauft” heisst logischerweise, aus der Idee ein Projekt zu machen – das Projekt konsequent zu einem erfolgreichen Ende zu führen, um dann den Lohn seiner Arbeit zu geniessen: “Ich  habe fertig!

Leichter gesagt als getan, denn auch der schöpferischste Mensch hat nur 24 Stunden zur Verfügung und kann deshalb nicht jede Idee auf den Markt bringen.

Aber er könnte seine Idee ja “outsourcen” – an andere vergeben oder verkaufen?! Denn die Welt besitzt ja (Gott sei Dank) auch jede Menge pragmatischer Umsetzer, die nicht dauernd unter einer Ideenflut leiden, aber umso mehr für ein paar gute Ansätze dankbar wären… ja vielleicht sogar zu bezahlen bereit wären. Tja, “Ideen-Outsourcing” wäre keine üble Idee, wenn unser kreativer Denker dabei nicht auf seinen zweiten Glaubenssatz stiesse:

Nur wenn ich es selbst mache, wird es so gut, wie ich es mir vorstelle.

Natürlich – denn wer hätte schon jemals davon gehört, dass da Vinci, Beethoven oder Dali irgendwelche Ideen fremd vergeben hätten. Das geht ja gar nicht.

Und so steckt unser kreativer Kopf in seinem Wust von Ideen fest. Und falls die beiden ersten Beliefs nicht gewirkt haben, dann gibt es mindestens noch zwei Glaubenssätze , die erfolgreich verhindern, dass die eine oder andere seiner Idee jemals das Licht der Umsetzung erblickt.

Wenn meine Idee wirklich so gut wäre, dann hätten doch andere diese Idee längst umgesetzt.

Eine wunderbare Überzeugung, die sich jeder rationalen Überprüfung entzieht: Was dahinter steckt, ist, dass sich unser kreativer Kopf weit unter seinem Wert verkauft. Er glaubt nicht wirklich an sich und andere sind sowieso immer genialer. Klar – eine Idee, die man selbst hat, ist für den Produzenten oftmals nichts besonderes. Erst wenn man diese Idee vielleicht Jahre später von anderen realisiert sieht, kann man sich und anderen stolz erzählen: “Schau mal, diese Idee hatte ich schon 19..!

Den letzten “Ideen-erfolgreich-umsetzen-Verhinderer”, von dem ich mir erzählen habe lassen, ist wohlbekannt:

Bevor es nicht perfekt ist – kann es “nicht auf die Strasse!”

Perfektionsstreben ist ja an sich nichts Übles – und ich mag diese Eigenschaft sowohl bei Verkehrspiloten als auch bei den Leuten, die meinen Mac  zusammengeschraubt haben. Wenn dieses Streben nach absoluter Perfektion allerdings als Ausrede dafür herhalten muss, nicht “in die Puschen” zu kommen – dann ist es schade (um viele nicht realisierte Ideen und Vorhaben). Mal abgesehen davon, dass sich schon bekanntere Menschen als Sie und ich getraut haben, “un-perfekte” und “un-fertige” Produkte unters Volk zu bringen z.B. die Symphonie Nr. 8 in h-Moll von Herrn Schubert oder das iPhone 4 von Herrn Jobs;-)

Also lassen Sie uns mutig tolle, MERKwürdige, unperfekte und unfertige Ideen realisieren.

Denk schneller!

Die Idee, die Du heute hast, ist in 5 Monaten veraltet.

Was Du kaufen kannst, musst Du nicht erfinden.

Suche nicht das, was Du für perfekt hälst.

Lieber nur 98,5% als 1,5 Jahre zu spät oder zu teuer.

Was andere schneller, besser oder billiger machen,

musst Du nicht selbst machen.

Perfektion ist Zeitlupe

Fantasie ist Lichtgeschwindigkeit.

Buchtipp:

Wie lehrt man Menschen den Wandel? – mit Spaß?!

Muss man Menschen wirklich zu Ihrem Glück zwingen, oder geht das nicht auch anders?

Wie verändert man Menschen schnell und nachhaltig? Wie bringt man z.B. Menschen dazu, anstatt der Rolltreppe die Treppe zu nehmen. Die Leute von Thefuntheory.com (nomen est omen) haben dazu eine MERKwürdige Theorie: Was wäre, wenn wir Menschen Spaß bei dem hätten, was sie täten?

PenCast Nr. 2: NLP – der menschliche Modellierungsprozess

Zunächst einmal vielen Dank für das nette Feedback auf meinen ersten PenCast. Das hat mich doch sofort motiviert – trotz Erkältung 😉 – heute einen zweiten PenCast zu produzieren.
(Ein PenCast ist eine Art “VideoPräsentation”, bei der Sie mir über die Schulter schauen können, während ich Ihnen das Modell auf einem einzigen Blatt Papier erläutere.)

Heute geht es um eine Zeichnung, die meine NLP-Ausbildungsteilnehmer immer wieder zu Gesicht bekommen. Schon im allerersten NLP-Practitioner-Block erläutere ich sie, denn sie legt für mich die Grundlage für viele Techniken und Modelle im NLP – der menschliche Modellierungsprozess oder “Wie kreieren Menschen ihre subjektive Wirklichkeit?

Mit diesem Modell lässt relativ einfach erklären…

  • auf welcher Grundlage NLP beruht (…wie ich es verstehe)
  • warum NLP sich als Kunst von der Veränderung innerer Landkarten versteht
  • warum es nicht darum gehen kann, Recht zu haben, sondern darum “mentale Landkarten” abzugleichen
  • was man im NLP unter “Kalibrieren” versteht.
  • welche Zusammenhänge zwischen unserem Denken, unserem Fühlen, unseren Verhalten, unserer Physiologie und der “Realität”

Twitter-Micro-Training: 99 Strategien, um flexibler zu werden

Frage: “Was ist der stärkste Klebstoff der Welt?
Antwort: “Unsere Gewohnheiten!

KomfortzoneGerade in Zeiten, die vielen Menschen als nicht gerade leicht erscheinen, ist es wichtig, flexibel zu bleiben und auch einmal neue Dinge zu wagen, bzw. Dinge anders zu tun. #

Denn: “Wenn Du das tust, was du schon immer getan hast, wirst Du das bekommen, was Du schon immer bekommen hast!” (NLP-Axiom)

Aber da “wir nicht sehen, was wir nicht sehen“, ist das gar nicht so leicht,¬† die liebgewonnen mentalen Trampelpfade einmal zu verlassen und sich durch die Büsche des Unbekannten zu schlagen. Dabei geht es nicht um die grossen Veränderungen im Leben, sondern um die 1.000 kleinen Routinen:

  • Ich trinke meinen Kaffee immer mit Milch!
    “Wehe es ist keine Milch da!”
  • Ich fahre immer die gleiche Strecke ins Büro!
    “Mist – da ist heute eine Baustelle!”
  • Ich kaufe immer beim gleichen Bäcker mein Sandwich!
    “Ohh nein, der hat Urlaub!”

Was?! …¬† und das soll ich ändern? Warum in Gottes Namen sollte ich das tun?
(Merken Sie, wie man an in diesen Denkrinnen klebt? 😉)

Tun Sie mal etwas anderes oder tun Sie die Dinge, die Sie täglich tun ein klein wenig anders. Nur so zum Spaß!
Ihr Benefit: Sie werden binnen kürzester Zeit (ca. 8-14 Tage) feststellen, dass Sie gelassener werden, wenn einmal etwas nicht so kommt, wie Sie es erwartet haben – einmal abgesehen davon, dass Wissenschaftler festgestellt haben wollen, dass Alzheimer-Patienten u.a. eines gemeinsam haben: Sie haben sich seit langem nicht mehr mit etwas Neuem beschäftigt (Quelle: Vera F. Birkenbihl)

Also: Willkommen beim Abenteuer Flexibilität!

Aber… wie soll man das nun konkret angehen? Vielleicht haben Sie ja spontan Ideen, mit welchen kleinen täglichen Routinen Sie einmal “auf Zeit” brechen könnten? Und falls nicht, habe ich für Sie in den nächsten Tagen und Wochen eine Art “Micro-Training” zusammengebastelt, das ich über “Twitter” publiziere.

  • Was ist das Micro-Training “99 Strategien, um noch flexibler zu werden”?
    Ich werde ab heute jeden Tag ein oder zwei leicht realisierbare Tipps geben, wie Sie erfolgreich Ihre bisherige Komfortzone verlassen können.
    Diese Tipps werde ich über mein “Twitter” veröffentlichen.
  • Wie komme ich an dieses Micro-Training?
    Der einfachste Weg:¬† Sie schauen regelmässig auf meine Twitter-Seite: www.twitter.com/changeworx
    Der bequemste Weg: Sie holen sich für Ihr Mobiltelefon oder Ihr iPhone einen Twitter-Client (z.B. ceTwit für winmobile Handys), und dann bekommen Sie meine Tipps direkt auf Ihr Handy/iPhone.
  • Woher stammen all diese MERK-würdigen Tipps?
    Diese sind den Köpfen meiner ehemaligen NLP-Ausbildungsteilnehmer entsprungen (Vielen Dank an Katrin, Gregor, Annette, Marc, Gabriele, Gerhard, Luca, Bärbel, Petra, Daniela!!!)

Und nun geht es los! Viel Spaß dabei!

NLP-Twitter … das 365 Tage x 3 min Training?!

Twitter-VogelAls ich letztes Jahr¬† von Twitter gehört habe, war meine spontane Reaktion:” Oh Gott – wieder so ein Gadget, das die Welt nicht braucht!”¬† Nun gut, Barack Obama twittert… Lance Armstrong twittert (vom Fahrrad herunter?!) … und Harald Schmidt ist auch dabei, aber welchen Sinn hat das ganze Gezwitscher? Vor allem für mich als Trainer… ??? Auf diese Frage konnten mir sogar ausgebuffte Marketeers nur mt Achselzucken antworten.

Ach… Sie wissen¬† gar nicht, wovon ich gerade rede? Also, ich versuche es einmal mit meinem Worten:

Twitter” ist ein Art “Mini-Weblog”, mit dem man in SMS-Manier kleine (bis zu 160 Zeichen) Nachrichten verschicken kann. Und zwar nicht wie bei SMS nur an eine Person, sondern auf die die eigene Twitter-Seite im Internet.¬† Von dieser Internetseite kann nun dieser “Micro-Weblog” bei Gefallen abonniert werden und z.B. mit iPhones oder auch “normalen” Mobiltelefonen empfangen werden. Mehr zur Technik auf Wikipedia.

Eigentlich also eine ganz nette Spielerei… aber wie so oft schien mir auch dieses Mal, dass es immer mehr Erfindungen gibt, über deren Verwendung man erst dann beginnt, sich Gedanken zu machen, wenn es sie auf dem Markt sind ?° la “Der Weg wird zum Weg, indem du ihn gehst!
Oder hat die Welt etwa einen IPod “gebraucht, oder eine Senseo-Kaffeepad-Maschine? Nicht wirklich oder?! Aber wie schon der Technologie-Papst Daniel Burrus in seinem Buch “Technotrends” geschrieben hat: “Wenn etwas möglich ist – wird es gemacht!” … und dann kommt es eben darauf an, was man daraus macht.

… und so eben auch “Twitter”. Nachdem ich dann letztes Jahr auf Teufel komm raus keine nützliche Twitter-Anwendung für mich gefunden und mich die paar abonnierten Twitter-Tweets¬† mehr genervt als befruchtet haben… habe ich das Thema wieder ad acta gelegt.

Bis letzte Woche: Ich saß mit einem Trainerkollegen zusammen und wir diskutierten wieder einmal das Thema: “Wie können wir unsere Trainings nachhaltiger gestalten?” … und kamen auf …. “Twitter” und die Idee, unsere Teilnehmer nach den Trainings mit kleinen Gedankenanstössen und MiniAufgaben in homöopathischen Dosen über Wochen hinweg dazu motivieren, das Gelernte in die Tat umzusetzen.

Stellen Sie sich doch einmal vor: Wie wäre es für Sie, wenn Sie nach einem Seminar über¬† Wochen hinweg – sagen wir einmal einmal am Tag einen kurzen Tipp aufs Handy bekommen könnten, wie Sie das Gelernte noch besser in Ihrem Alltag umsetzen könnten?
Ich freue mich über Ihre Meinung.¬†

Status Quo: Momentan bin ich noch am experimentieren, wie dieses Ziel über Twitter am besten zu realisieren ist.
(Für Tipps bin ich mehr als dankbar!), aber wie schon gesagt “Der Weg wird zum Weg ….“.
Insoweit ist mein Twitter bereits online und für Sie erreichbar.

Schauen Sie doch einmal vorbei: Twitter

Persönliches Wissensmanagement Teil 1

Info-OverloadIch geniesse die gerade etwas ruhigere Zeit, obwohl … sie ganz offensichtlich auch Nachteile birgt – zum Beispiel den Nachteil, über Dinge nachzudenken, über die ich mir wenig bis gar keine Gedanken machen, wenn ich so richtig schön im “Traineralltag” stecke.

Einer der Gedanken, der mich seit Tagen nicht mehr loslässt – ist mein persönliches Wissensmanagement.
Kurzum: Wie gehe ich am besten mit all den Informationen um, die so jeden Tag auf mich wirken – sei es ein Buchtipp eines Seminarteilnehmers, ein Link in einem Newsletter, ein Artikel in einer Zeitschrift?

Lösung 1:
Alles irgendwo ablegen? Am liebsten ja – sagt der “Jäger und Sammler” in mir, denn irgendwann kannst du das sicherlich wieder gebrauchen. Und dann weisst du zwar vielleict noch, dass du irgendwann und irgendwo mal etwas über “x” gelesen oder gehört hast – hast aber kleinen blassen Dunst mehr, wo und wann das war.
Also: Verlass dich nicht darauf, dass Google dich genau zu der Info bringt, die du gerade brauchst, sondern geh¬¥dran und perfektioniere weiterhin dein System, um den Input von außen und den Output deines eigenen Hirns systematisch so zu ordnen, dass du findest, was du brauchst.

Lösung 2:
“Absoluter Bullshit”, meint meine “Info-Diätassistentin, erstens haben die meisten dieser Infos sowieso nur eine sehr geringe Halbwertszeit, zweitens bist du Trainer und kein Info-Broker und drittens ist das rein zeitmässig gar nicht zu managen.
Also: “Vertrau¬¥doch einfach darauf, dass du die genau dann findest, wann du sie brauchst.”

Mmmhh, beide Lösungen befriedigen mich nicht wirklich und so…. bin ich gerade (wieder einmal) dabei, mein ganz persönliches Wissensmanagement neu zu strukturieren, um auch in Zukunft dem Info-Fallout dieser Welt Herr zu werden, ohne mich dabei aufzureiben.

Und da es unklug wäre, sich auf den Weg zu machen, ohne zu wissen, wohin man will – hier zwei meiner Ziele.

  1. Ich finde jede Information, die mir für meinen Job oder meine persönliche Weiterentwicklung relevant scheint binnen 3 Minuten wieder.
  2. Ich kann jede für mich relevante Information binnen 1 min so ablegen, dass Punkt 1. gegeben ist.

Aber da bekanntlich viele Wege nach Rom führen, stiess ich in den letzten Tagen auch auf einige Aspekte, die mir auf dem Weg zu meinen Zielen wichtig erscheinen:

  1. Redundante Infos: Informationen sollen und dürfen redundant abgelegt sein.
    puhhh – ein Kriterium, mit dem ich lange gekämpft habe, denn irgendein archaischer Teil in mir liebt Eindeutigkeit. Nette Theorie – aber die meisten meiner Infos weigern sich vehement dagegen nur in eine “Schublade” gelegt zu werden … oder ist es eher mein Gehirn das sich da weigert?!
  2. Grafische Strukturen: Da ich a) ein recht überblicks-orientierter und b) ein sehr visueller Mensch bin sollen meine Informationen grafisch dargestellt werden – in einer Art “WissensLandkarten”
  3. Mobilität: Da ich viel unterwegs bin, möchte ich – ganz gleich wo ich bin – meine Infodatenbank sowohl “füttern”, als auch darauf zurückgreifen können.

Aber bevor ich mich daran mache, mein bisheriges System zu überarbeiten, würde ich gerne Sie fragen wollen:

“Was sind denn Ihre TOP-TIPPS im Umgang mit der täglichen Informations-Flut”?

Ich freue mich auf Ihre Antworten hier als Kommentar oder persönlich als E-Mail an mich

… Artikel wird fortgesetzt

PS. Das war so im Groben mein INFO-Durchsatz 2008;-):

  • 58 neue Bücher bei Amazon bestellt … und die meisten auch gelesen.
  • 2.276 E-Mails bekommen
  • 7 Moleskin-Notizbücher mit Ideen und Gedanken vollgeschrieben
  • 237 neue Dateien abgespeichert
  • 542 neue Booksmarks in “Mr. Wong” abgespeichert
  • 482 neue Gedanken in meinem “Personal Brain” erfasst
  • ca. 122 Fachzeitschriften gesichtet und
  • 18 Weiterbildungstage genossen
  • 92 Seminar- und Workshoptage “produziert”
  • 8 Hörsendungen (Podcast) mit einer Gesamtlänge von 172 min produziert
  • 12 Artikel in Zeitschriften und Weblogs veröffentlicht

Lernerfahrungen 2008

Ein berühmter Mann – ich glaube es war Tom Peters – hat einmal gesagt: “Frage dich nach jedem Jahr, was du gelernt hast, denn ein Jahr, ohne etwas gelernt zu haben, ist ein verlorenes Jahr”. Da stellt sich mir die Frage: “Wann ist Lernen eigentlich Lernen?”
Wyatt Woodsmall, einer meiner Lehrer meinte vor kurzem: “Lernen ist nur Lernen, wenn es mit Verhaltensänderung einher geht. Lernen ohne Verhaltensänderung ist kein echtes Lernen.”
Und vielleicht hat er ja damit nicht ganz unrecht. Wenn ich so auf die letzten Monate zurückblicke, gab es da sicherlich eine Menge kleine und grössere Erkenntnisse und “Aha-Erlebnisse”, von denen viele jedoch auf rein intellektuellem Niveau “stecken bleiben” – mein Verhalten habe ich – trotz besseren Wissens nicht geändert – also “nichts gelernt;-)
All diese “Pseudo-Lernerfahrungen” kann ich mir also leider nicht als Guthaben verbuchen.

Nachdem ich die letzten Tage etwas nachgedacht habe, … und das war mühevoller, als ich dachte, stiess ich – Gott sei Dank – doch auf wenigstens zwei “echte Lernerfahrungen:

  1. “Du kannst treffen, ohne zu zielen”
    Als ich im Frühjahr begann mich intensiv mit dem sog. “traditionellen Bogenschiessen” zu beschäftigen, als einer Art des Bogenschiessens, in der man in keinerlei Weise versucht zu zielen, war das schlichtweg paradox für mich. Wie kann man in Gottes Namen einen Pfeil ins Ziel schiessen, ohne zu zielen? Gegenfarge: Wie schaffst du es, mit deinem Finger eine bestimmte Taste deiner Tastatur zu treffen? Wie machst du es, ein zerknülltes Papier in einen 2 m entfernten Papierkorb zu werfen? Und die Golfspieler unter Euch: Wie macht ihr es, einen Golfball in ein 3 m entferntes Loch zu putten? All das funktioniert (meistens), auch ohne Zielen “Kimm und Korn”, oder?
    Nachdem ich es im Herbst dann schaffte, neun von zehn Pfeilen auf eine Distanz von 25 m in ein bierdeckelgrosses Ziel zu befördern, begann ich nachzudenken: Wie mache ich das eigentlich und gilt dies auch für Lebenssituationen außerhalb des Bogenschiessens?

    Ich glaube ja! Wie viele Menschen habe ich in diesem Jahr getroffen, die nachweislich Ziele getroffen (=erreicht) haben, ohne zu zielen, z.B. ein neues Produkt erfolgreich auf dem Markt plaziert- trotz starker Konkurrenz oder einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der sich zum absoluten “Shooting Star” entwickelt hat.
    .. und letztendlich denkt einmal an unser Privatleben: Haben wir den Partner oder die Partnerin unseres Lebens getroffen, weil wir an jenem Abend mit dem klaren Ziel aus dem Haus gegangen sind: Heute möchte ich Mr. oder Mrs. Right kennenlernen? Wohl eher nicht, oder?
    Bitte versteht mich nicht falsch: Dies soll kein Plädoyer gegen traditionelle Ziele sein, doch ich glaube, dass das Zielen “über Kimme und Korn” seine Grenzen hat bzw. mehr oder weniger klare Umgebungsparameter, in denen es funktioniert. Darüberhinaus gibt es m.E. nach eine Menge Kontexte, in denen eher andere Aspekte zu tragen kommen könnten, wie Intuition oder beim Bogenschiessen eine überragende Hand-Auge-Koordination.
    Ich – auf alle Fälle – weiss nun, wozu ich mir im nächsten Jahr konkrete Ziele und Pläne mache … und wo ich eher auf meine “Hand-Auge-Koordination” setze;-)

  2. “Geistige Klarheit ist weniger eine Frage der Intelligenz, sondern vielmehr eine Frage des Mutes.”
    … ein Satz, der mich schon seit Jahren begleitet. Nicht selten habe ich es dieses Jahr erlebt, wie grandios Menschen sich bestimmte Dinge (sei es z.B. ein Mitarbeiter oder die eigene finanzielle Lage) schönreden können. Manchmal glaube ich: Je intelligenter Menschen sind, desto cleverer und plausibler können sie sich selbst “ein X für ein U vormachen”. Das mag ja prinzipiell kein Nachteil sein – im NLP nennen wir eine konstruktive Abart davon “Reframing”, doch meist ist der erste Schritt zu einer wirklichen Veränderung die Einsicht darin, wie die Dinge “wirklich” liegen. Die Gestalt-Therapeuten nennen dies: “Nimm an, was ist!” Das kann ganz schön unbequem sein, das kann soagr richtig hart sein, weil man sich u.U. eingestehen muss, in der Vergangenheit Fehlentscheidungen getroffen zu haben. Und dazu gehört vor allen Dingen Mut.
    * … der Mut, die Ketten lang gehegter Vorannahmen, “wie die Dinge doch bitte sein mögen”, zu sprengen.
    * … der Mut, aufzuhören, sich Dinge schönzureden, nur weil es bequem ist oder man anderen Menschen nicht weh tun möchte.
    * … der Mut, mehr auf die Weisheit der eigenen Gefühle zu hören und sich einzugestehen, dass nicht alles auf dieser Welt rational erklärbar ist.
    Ich kennen meinen IQ-Quotienten nicht, aber ich bin recht froh darüber, in diesem Jahr den Mut gehabt zu haben, manche Dinge getan zu haben und zu anderen “nein” gesagt zu haben.

Ich bin schon sehr gespannt, welche Lernerfahrungen 2009 auf mich warte.. und wie ich mir im Dezember 2009 die Frage beantworte:
Was hast du dieses Jahr gelernt, das dein Verhalten wirklich verändert hat?

I h r /Euer

Hans-Jürgen Walter

Der Gabungi oder die 5 Warum-Fragen

Eine gute Frage ist die halbe Lösung

Ob es darum geht, einen neuen Mitarbeiter einzustellen, die Reklamationsquote zu senken oder ein neues Projekt zu finanzieren… jeden Tag stellen sie sich uns und wollen gelöst werden: Probleme!
Doch so allgegenwärtig dieses Phänomen ist, so wenig Aufmerksamkeit wird der systematischen Lösung desselben gewidmet. Kaum eine Schule oder Universität hat uns gelehrt, wie man es anpackt. Und so bleibt uns meist nichts anderes als uns auf unserer Intuition (=”geronnene Erfahrung”) zu verlassen… und fühlen uns manchmal recht verlassen. “Stuck state” wie wir NLP-ler sagen – man steckt fest und kommt nicht weiter. Je mehr man sich anstrengt, desto weniger geht…

Doch:
Systemisches nlp kann Ihnen eine ganze Reihe von ganz kreativen und praktischen Techniken und Lösungsstrategien anbieten, wie Sie Probleme jeder Art in Zukunft weitaus schneller und effektiver lösen können.

Heute möchte ich Ihnen eine Technik aus dem systemischen nlp vorstellen, die gleichermassen einfach wie wirkungsvoll ist, wenn es darum geht, an die Ursache eines Problems vorzustossen.

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