Beiträge

Körpersprache im NLP und anderswo

Dein Körper spricht so laut, ich verstehe nicht, was Du sagst.

Der Wunsch, die Gedanken und Gefühle unserer Mitmenschen “lesen” zu können, ist so alt wie die Menschheit selbst und hat bis heute nichts an seiner Faszination verloren. Auch wenn diese Fähigkeit heutzutage nicht ganz so überlebensnotwendig ist, als vor  ca. 600.000 Jahren der homo heidelbergensis durch die dunklen Wälder des Kraichgaus streifte und bei einem Zusammentreffen mit einem fremden Artgenossen möglichst schnell entscheiden musste: “Freund oder Feind?” Dennoch wünschten sich auch heute noch die meisten homo sapiens, sie könnten erkennen:

  • ob der nette Gebrauchtwagenhändler tatsächlich die Wahrheit sagt?
  • ob die Partnerin wirklich nur eine freundschaftliche Beziehung mit dem neuen jungen Assistenten pflegt?
  • ob der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle wirklich so kompetent ist, wie er vorgibt?

Dieser Wunsch, nonverbale Kommunikationssignale “richtig interpretieren” zu können, basiert offensichtlich auf der Annahme, dass verbale Aussagen nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen und im Zweifelsfall eher der Körper derjenige ist “der nicht lügt”.
Aber ist das wirklich so?
Hat unsere nonverbale (Mimik, Gestik, Körperhaltung) und unsere paraverbale Kommunikation (Stimmqualitäten) wirklich mehr Aussagekraft?

Spätestens hier stösst man auf die oft zitierten (und leider öfters fehlinterpretierten) Zahlen von Prof. Albert Mehrabian und Ferris, die bereits 1967 veröffentlich wurden: Nur 7% der kommunikativen Wirkung entfallen auf den Inhalt (das was wir sagen), während 38% der Wirkung der Stimme und gar 55% der Mimik und Gestik zuzuordnen sind. Allerdings treffen diese Zahlen nur auf jene Situationen zu, in denen sich unser Gesprächspartner extrem inkongruent verhält, z.B.  bei ironischen oder zynischen Botschaften, in denen das “Was” sich deutlich von dem “Wie” unterscheidet. Bei inkongruenten Botschaften weisen wir den nonverbalen Signalen die höhere Bedeutung zu. Das Zahlentrio 7-38-55 besitzt also keine allgemeine Gültigkeit, (wie leider in allzu vielen Artikeln behauptet wird).

Nichtsdestotrotz haben non- und paraverbale Kommunikationssignale eine Bedeutung – eine Bedeutung, die für uns Menschen jedoch weitaus schwieriger zu entschlüsseln sind als das gesprochene Wort.

Der Grund:

  • Verbale Botschaften basieren auf offiziell anerkannten Regeln einer Muttersprache (Grammatik, Syntax)
  • Für non- und paraverbale Botschaften gibt es hingegen keine dieser allgemein anerkannten Regelwerke – sie liegen meist unbewussten und oft sogar subjektiven “Regeln” zugrunde. Ich habe (als Empfänger) damit zu rechnen, dass z.B. der Gesichtsausdruck meines Gesprächspartners etwa vortäuschen soll – und zwar ohne dass es ihm selbst bewusst sein muss oder dass jemand versucht, seine Unsicherheit durch eine besonders “feste” Stimme zu kaschieren. (Prof. W. Linker)

Es wäre also durchaus nützlich, das “Komplettpaket” an kommunikativen Signalen (verbal + nonverbal + paraverbal), das mir mein Gesprächspartner anbietet, möglichst “richtig” zu interpretieren. Und da dies bei Worten und Sätzen meist mehr oder weniger gut funktioniert – wäre es zudem ja ganz hilfreich, auch seine körpersprachlichen Signale “korrekt” zu deuten. Daraus lässt sich die ungebrochene Faszination an diesem Thema ableiten.

Aber: Lässt sich Körpersprache denn wirklich so “eindeutig lesen”, wie unsere verbale Sprache?
Und spätestens bei dieser Frage scheiden sich die Geister;-)

1. Die klassische/n Schule(n) der “semantischen Körpersprache”
… behaupten, dass bestimmte Gesten wie eine Sprache interpretiert werden können, d.h. wie einzelne Worte, die eine mehr oder weniger feststehende Bedeutung haben, z.B. verschränkte Arme bedeutet “Ablehnung” etc..
Ich persönlich bin überzeugt, dass die Arbeiten z.B. von Samy Molcho unbestritten Ihren Nutzen haben z.B. unsere Wahrnehmung für bestimmte körpersprachliche Signale zu schärfen. Was allerdings allzu begeisterte Adepten dieser Schulen daraus ableiten, kann m.E. nicht im Sinne des Meisters gewesen sein und lässt sich für mich entweder nur mit a) unreflektiertem Flachdenkertum oder b) mit übersteigertem Geschäftssinn erklären.

2. Der funktionale NLP-Ansatz
Im Gegensatz zum semantischen Ansatz gehen wir im NLP einen eher funktionalen Weg. Wir “glauben” sehr wohl daran, dass sich unsere inneren Zustände wie Freude, Ärger, Neugier oder Interesse in einer äusseren Physiologie (Körperhaltung, Mimik, Gestik, stimmlichen Qualitäten) ausdrücken,  sind jedoch der Meinung, dass sich diese Physiologie von Mensch zu Mensch und sogar von Situation zu Situation verändern kann.
Mit anderen Worten: Der gleiche innere Gefühlszustand kann bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Physiologien hervorrufen.
“NLP-Schulbuch-mässig” lernt der NLP-Trainee sich deshalb auf die einzelnen Physiologien seines Gesprächspartners zu “kalibrieren“, d.h. er lernt, Veränderungen in der Physiologie (z.B. Veränderung des Muskeltonus) den einzelnen Gefühlszuständen zuzuordnen.
Zugegeben: Dieser (NLP)-Weg bedarf mehr (Wahrnehmungs-) Training als der semantische Ansatz. Der klassische NLP-Ansatz des Kalibrierens birgt zudem noch einen weiteren “Fallstrick“: Wenn ich z.B. als praktizierender Psychotherapeut, als Grundschullehrer oder als Lebenspartner meiner Partnerin in den Genuss komme, einen längeren Zeitraum mit den gleichen Menschen immer wieder zusammen zu kommen, dann funktioniert “Kalibrieren” sehr gut.
Robert Dilts schreibt : “For example, let´s say a teacher has noticed that every time a learner talk about feeling “confused”, the learner furrows her eyebrows, tightens her shoulder muscles and clenches her teeth slightly. If at some time later the teacher observes these same cues as the learner is listening to a certain part of lesson, the teacher would have evidence that the learner is experiencing the “confused” response and may respond appropriately to it.
Was ist jedoch, wenn ich z.B. als Vertriebsmensch, als Flugbegleiter oder an der Rezeption eines Hotels  dauernd mit neuen Leuten zu tun habe und mir die Zeit mit diesen Menschen nicht vergönnt ist, meine Kalibrierung immer wieder zu verifizieren?
Wäre es dann nicht ganz nützlich, wenn es einen 3. Ansatz gäbe, der irgendwo “zwischen” dem semantischen und dem funktionalen (NLP)-Ansatz läge?

Positionierung der "Körpersprache-Ansätze"

Positionierung der “Körpersprache-Ansätze”

3. Der Ansatz nach Dr. Paul Ekman
Dr. Paul Ekman, ein US-amerikanischer Anthropologe und Psychologe hat zusammen mit seinem Kollegen W.V. Friesen eine physiologisch orientierte Klassifikation aufgestellt, wie sich Emotionen in unserer Mimik darstellen – das Facial Action Coding System. Ekman fand in empirischen Studien heraus, dass die sieben – von ihm unterschiedenen – Basisemotionen “Freude, Ärger/Wut, Furcht, Verachtung, Ekel, Überraschung und Traurigkeit” in allen Kulturen sehr ähnlich ausgedrückt und erkannt werden. Mit anderen Worten: Nach Ekman drücken Menschen auf der ganzen Welt z.B. “Überraschung” mit einem spezifischen Gesichtsausdruck aus.
Unser mimischer Ausdruck lässt sich in zwei Kategorien einteilen:
1. die bewusste, kontrollierte Ebene unserer Mimik
Wenn z.B. eine Flugbegleiterin bewusst ein Lächeln auf ihre Lippen zaubert, um Sie zu begrüssen.
2. die unbewusste – nicht kontrollierte Ebene unserer Mimik
Wenn sich Ihr Kind spontan freut, dass Sie früher nach Hause gekommen sind, als erwartet, dann kann man davon ausgehen, das das strahlende Lächeln im Gesicht dieses Kindes eine unbewusste Reaktion ist und ein authentischer Ausdruck des momentanen inneren Zustandes ist.

Dr. Ekman hat mit den sogenannten “Microexpressions” (Mikro-Ausdrücken) ein Konzept formuliert, nachdem wir mit diesen – extrem schnellen Gesichtsbewegungen, die weniger als eine 1/5 Sekunden dauern – jene inneren Zustände mimisch ausdrücken, die uns wirklich bewegen.

Das richtige Erkennen dieser Mikroausdrücke lässt sich trainieren – wenn auch mit einigem Aufwand. (Ich habe gerade ein Trainingsprogramm hinter mich gebracht, nachdem ich es nach ca. 50 Stunden Training auf eine Trefferquote von 96% brachte;-)
Falls Sie Lust haben, können Sie gerne einmal einen kurzen Microexpression-Test machen, inwieweit Sie diese mimischen Mikroausdrücke erkennen können.

Klärende Randbemerkung zu den Microexpressions und der US-TV-Serie “Lie to me”:
Seit 2009 die US-amerikanische TV-Serie “Lie to me” über die Bildschirme  flackerte, erlebte auch die “Körpersprache-Szene” einen neuen Hype. Und jeder mediale Hype lockt auch mehr oder weniger seriöse Entertainer, Buchautoren oder “Gedankenleser” auf die Bühne. So tickt die Welt (die wir geschaffen haben;-) nun mal. Auch wenn es sicherlich spannend wäre, jede Lüge an einem Mundwinkelzucken zu erkennen – so funktioniert das nicht:

  1. Wenn Sie die eine oder andere Sendung von “Lie to me” gesehen haben, wissen Sie: auch ein Mr. Cal Lightman erkennt im besten aller Fälle, dass hier eine Inkongruenz zwischen verbaler Aussage und mimischem Verhalten vorliegt, er kann die Mimik sicherlich auch einer Emotion zuordnen – der Rest ist und bleibt Hypothese.
  2. Gehen Sie davon aus, dass solch eine Fähigkeit, permanentes Training erfordert … oder Sie ein Naturtalent in “Mimik lesen” sind;-)
  3. Beachten Sie bitte, dass Mr. Lightman unter Laborbedingungen arbeitet (nachträgliches Analysieren via Videoaufnahme, Konzentration auf die reine Beobachtung ohne ablenkende Interaktionen, z.B. dadurch, dass er selbst am Gespräch teilnimmt).
  4. Dennoch… sind die ersten ca. 5 Sendungen der 1. Staffel durchaus sehenswert … und sind zudem auch noch recht spannend.

Der “Wirkungs-Ansatz” nach Prof. Wolfgang J. Linker
Wenn non- und paraverbale Kommunikationssignale eher subjektiv, mehrdeutig und deshalb u.U. nur mit hohem (Wahrnehmungs-) Trainingsaufwand korrekt interpretierbar sind – warum lassen wir dann nicht gänzlich die Finger von dem Versuch, Körpersprache lesen zu wollen und konzentrieren uns nicht auf das, was in der Praxis weitaus relevanter scheint – nämlich die unbestreitbare Wirkung unserer Körpersprache?
So liest sich der Ansatz eines – von mir hochgeschätzten Kollegens – von Prof. Dr. Wolfgang J. Linker. Um es auf den Punkt zu bringen: Verschwenden Sie keine Zeit mit dem durchaus faszinierenden Thema “Wie lese ich Körperprache?”, sondern fokussieren Sie sich darauf, wie Sie mit den richtigen nonverbalen Kommunikationssignalen Ihre Worte sinnvoll unterstreichen.  In seinem MERKwürdigen Buch “Kommunikative Kompetenz: Weniger ist mehr!” beschreibt Prof. Linker eine Vielzahl von sogenannten verbalen, non- und paraverbalen “Mikromustern”, die eine bestimmte Wirkung auf unseren Gesprächspartner haben.
Zum Beispiel den Unterschied zwischen dem Mikromuster “Blickkontakt suchen und halten” und dem Mikromuster “Blickkontakt vermeiden”.
Den Vorteil dieses Ansatzes sehe ich besonders in der praktischen Umsetzbarkeit und in der Praxisrelevanz. Allerdings kann ich nicht umhin, behaupten zu wollen, dass dieses Modell ebenfalls einen “semantischen Körpersprache-Ansatz” impliziert, denn wenn bestimmte Micromuster eine spezifische Wirkung auf meinen Gesprächspartner haben, dann sollten diese vom geschulten Empfänger auch recht eindeutig interpretierbar sein.

Mein Fazit: Wie so oft liegt wohl ein guter Weg in der goldenen Mitte. Doch wo diese genau liegt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass uns der funktionale NLP-Ansatz (Kalibrieren) in der täglichen Praxis von höherem Nutzen ist,  als der – mir – zu übergeneralisierte und zu vereinfachte “klassisch-semantische Ansatz”. Ich gehe konform mit Prof. Linker, dass es besonders für Menschen, die nicht im professionell-komunikativen Bereichen (Trainer, Therapeuten) unterwegs sind, ein guter (erster) Weg ist sich mehr auf die Wirkung der eigenen Körpersprache zu konzentrieren, als lernen zu wollen, diese zu interpretieren. Und zu guter Letzt erachte ich es für hilfreich, dass wir NLP-Experten unsere Axiome im NLP immer wieder kritisch überprüfen und uns vielleicht auch neuen (teil-semantischen) und überprüfbaren Ansätzen (Dr. Paul Ekman) öffnen.
(vgl. meinen Artikel “Wenn es wirkt, war es NLP… oder war es umgekehrt?“)

Quellen:

  • Dr. Paul Ekman: “Gefühle lesen – Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren”, Spektrum 2004
  • Robert Dilts: “Encyclopedia of NLP”
  • Albert Mehrabian, Susan Ferris: “Inference of Attitudes from Nonverbal Communication In Two Channels”, Journal of Consulting Psychology, Vol. 31, Juni 1967
  • Prof. Dr. Wolfgang Linker: “Kommunikative Kompetenz: Weniger ist mehr! Die Mikromuster der Impuls-Kommunikation”, GABAL 2009

Denken ist alles – nur keine Glückssache

Wie Sie zum Regisseur Ihrer inneren Filme werden

In unserem Gehirn ist immer etwas los. Immer ist irgendeine seiner vielen Funktionen in Aktion, rund um die Uhr. Ob bewußt oder unbewußt, Ihr Gehirn ist immer produktiv. So produktiv, daß es nur eines nicht kann – sich abschalten.

Die Folge: Wenn Sie ihm nichts zu tun geben, dann sucht es sich halt etwas, mit dem es sich beschäftigen kann. Es kramt in alten Erinnerungen oder spielt Ihnen eine Vorabversion des Verkaufsmeetings vor, daß in zwei Stunden beginnt.

Auf der Leinwand Ihres Gehirnkinos gibt es keine Spielpause.

Das kann manchmal ganz schön lästig sein. Zum Beispiel scheint es unserem Gehirn nicht zu genügen, wenn wir einmal einen richtig schlechten Tag hatten: Nein – es scheint sich einen Spaß daraus zu machen, uns den Feierabend damit zu vergällen, lebhafte Wiederaufführungen dieses Tages vorzuspielen. Als wolle es sagen: “So, du hattest also einen schlechten Tag. Wollen wir doch einmal sehen, ob ich dir damit noch den Feierabend ruinieren kann.” Mal ehrlich, denken Sie nicht hin und wieder an wirklich unangenehme Situationen, die schon Wochen oder Monate zurückliegen? Es ist, als wolle das Gehirn sagen: “Du, wir haben noch 15 Minuten bis zum nächsten Termin. Wie wäre es denn, an etwas wirklich Deprimierendes zu denken?”

Nach dem Motto: “Mal sehen, ob du dich nach fünf Wochen immer noch darüber ärgern kannst?”

Hatten Sie jemals Probleme, sich an solch eine unangenehme Situation zu erinnern? Sie haben ein tolles Gedächtnis, die meisten Menschen benutzen es nur ziemlich unkontrolliert. Haben Sie schon einmal über zukünftige Dinge nachgegrübelt, und fühlten sich dabei schon im Voraus mies? Das macht ja auch wirklich Sinn. Warum sollte man darauf warten, wenn man sich gleich jetzt schlecht fühlen kann, oder?!

Und dann kam es, wie so oft, gar nicht so schlimm, wie man gedacht hatte. Aber auf das schlechte Gefühl im Bauch mußte man Gott sei Dank nicht verzichten.

Dieses Prinzip funktioniert natürlich auch umgekehrt – nämlich mit positiven Gedanken.

Hatten Sie schon einmal ein Buch gelesen, sind dann in den Film zum Buch gegangen und sich gesagt: Das habe ich mir ganz anders vorgestellt! Da frage ich mich, weshalb die Leute überhaupt ins Kino gehen, wenn derart gute Filme bereits in ihren Köpfen ablaufen. Warum geht man freiwillig in einen stickigen Raum mit unbequemen Sitzen, um dann zu behaupten: Da kann ich mir im Kopf selbst ohne Drehbuch etwas viel Besseres ausdenken!

Das alles passiert, wenn Sie Ihren Gehirn freien Lauf lassen. Es unterhält sie mit allerhand Unsinn aus Ihrer Vergangenheit und scheint sich kindisch darüber zu freuen, wenn es Ihnen kurz vor dem Einschlafen noch eine Horrorvision des nächsten Tages zeigen kann.

Wer ist eigentlich Regisseur Ihrer Gedanken? Wer bestimmt, welcher Film auf der Leinwand Ihres Gehirnkinos gespielt werden soll? Viele Menschen leben in den unbewußten Glauben, daß all diese Dinge quasi vollautomatisch passieren, ohne daß sie Einfluß darauf hätten.

Oder wie es ein recht bekannter Amerikaner namens Richard Bandler einmal ausdrückte:

Die meisten Menschen sind Gefangene ihres eigenen Gehirns. Sie verhalten sich so, als ob sie auf dem hintersten Sitz eines Busses angekettet wären, den irgend jemand anderes steuert.

Aber ich darf Ihnen versichern: Es macht das Leben lebenswerter, wenn man damit beginnt, diesen Bus selbst zu steuern. Das einzige Problem, das wir haben, ist, daß wir bei unserer Geburt leider keine detaillierte Gebrauchsanweisung für unser Gehirn mitgeliefert bekamen. Dennoch existiert dieses brain user manual, hat längst die Elfenbeintürme der Wissenschaft verlassen und steht jedem von uns zur Verfügung.

So einfallsreich und vielfältig die Vorgänge in unserem Nervensystem auch sind, sie folgen bestimmten Ablaufmustern. Wenn Sie diese Ablaufmuster bei sich genau beobachten, können Sie die Strategien Ihres Kraftprotzes Gehirn entschlüsseln und – ändern.

Leiden Sie hin und wieder unter dem Problem, daß Sie Dinge und Aufgaben sehr erfolgreich vor sich herschieben? Falls Sie (bzw. Ihr Gehirn) wirklich gut darin sind, wie wäre es denn, wenn Sie diese Gabe dazu nutzen würden, das Gefühl des Gekränktseins vor sich herzuschieben? Nach dem Motto: Oh ich weiß, eigentlich müßte ich jetzt mit meiner Partnerin beleidigt sein, aber das mach ich einfach später. Oder möchten Sie zufällig ein paar Kilogramm abnehmen? Ist Ihnen dabei schon einmal die Idee gekommen, Ihr Aufschiebe-Talent dazu zu benutzen, Ihre Lust auf Schokolade und Schweinebraten für immer aufzuschieben. Sie kämen dann einfach nicht mehr so recht dazu.

Falls Sie bei meinem Beispielen Lust darauf bekommen haben sollten, den Autopilot Ihres Nervensystems einmal zeitweise auszuschalten, um in Zukunft mehr Einfluß auf das Programm Ihres Gehirnkinos zu nehmen, möchte ich Ihnen hier einige ganz Tips aus dem Handbuch für erfolgreiche Gehirnbenutzer verraten:

Rein in den Hormontopf!

Wie reagieren die meisten Menschen auf Kritik? Meiner Erfahrung nach sehr heftig. In dem Moment, in dem die ersten kritischen Worte fallen, scheint irgend etwas in ihnen auf Autopilot umzuschalten. Sie bekommen vollautomatisch einen Tunnelblick, ihnen wird ganz heiß und ihr ganzes Denken kreist nur noch um eine Frage: Wie kann ich mich rechtfertigen oder verteidigen? Diese Reaktion ist an sich logisch und seit Jahrtausenden bewährt. In dem Moment, in dem sich ein Mensch angegriffen glaubt, wird sein Selbsterhaltungsprogramm hochgefahren. Ein äußerer Reiz (in diesem Fall: kritische Worte) trifft auf die Unlustareale in unserem Gehirn. Diese veranlassen eine Kettenreaktion in unserem Körper: Kampfhormone (z.B.: Adrenalin) überschwemmen unseren Körper. Die Folge ist u.a. : Der Blutdruck steigt, alles Blut wird in die Muskeln gepumpt und das intelligente Denkhirn wird teilweise blockiert, da rationales und analytisches Denken in gefahrvollen Situationen meist etwas zu langsam geht. Diese Reaktion, auch als Streßreaktion bekannt, macht viel Sinn, wenn unser Leben in Gefahr ist, z.B. wenn ein vorausfahrender Lkw Ihnen plötzlich ein Teil seiner Ladung vor die Nase kippt.

Aber was um Gottes willen nützt mir ein hoher Blutdruck, wenn ich Kritik einstecken muß. Im Gegenteil: Hier sollte ich nicht im Kampfhormontopf sitzen, sondern mein Denkhirn benutzen können, um sachlich auf die Kritik reagieren zu können, was gerade in dieser Situation blockiert scheint. Wenn dann einige Minuten nach dieser Unlust-Situation der Kampfhormonlevel wieder langsam sinkt und unser intelligentes Denkhirn seine Arbeit wieder aufnimmt, faßt man sich oftmals an dasselbe und ärgert sich über die eigene – meist etwas – überzogene Reaktion.

Merke:

Immer dann wenn sich ein Mensch angegriffen fühlt (verbal oder tätlich), wird per rotem Panikknopf automatisch sein Selbsterhaltungsprogramm aktiviert, das nur zwei Alternativen kennt:

Zuhauen oder abhauen – Rechtfertigen oder verteidigen. Vernünftiges und einsichtiges Denken auf der Sachebenen ist meist unmöglich, ganz gleich ob die Kritik gerechtfertigt oder ungerechtfertigt war.

Eine heftige Kritik wird also meist nicht als Rückmeldung auf eine gewisse Soll/Ist-Differenz erlebt, sondern als Angriff auf die eigene Person. Und schwupp ist sie da, die Panikreaktion. Hochroter Kopf und Flucht/Angriffsverhalten. Später – wenn der Chef oder Kunde wieder weg ist – kommt dann (meist) die weise Einsicht, daß er oder sie vielleicht gar nicht so unrecht hatte, auch wenn der Tonfall und die Wortwahl etwas daneben lagen.

Raus aus dem Hormontopf!

Was macht es uns so schwer, in solchen Situationen sachlich zu bleiben und einen kühlen Verstand zu bewahren? Es ist das miese Gefühl im Bauch, das einem langsam die Kehle zuschnürt. Wenn man sich angegriffen fühlt, ist es einfach schwer, sachlich zu bleiben. Also sollten Sie lernen, Herr oder Frau über dieses schlechte Gefühl zu werden. Das geht ganz einfach, wenn Sie wissen, wie Ihr Gehirn Gefühle macht.

Stellen Sie sich einmal in Gedanken vor, Sie wären auf einem Jahrmarkt mit einer Menge Schausteller, Buden und einer riesigen Achterbahn. Sie sitzen auf einer Parkbank und keine 20 Meter vor Ihnen ist diese Achterbahn. Sie sehen, wie die Wagen auf der Bahn hinauf- und hinunterflitzen. Und in einem dieser Wagen erkennen Sie jemanden, der genauso aussieht, wie Sie. Und jetzt – verändern Sie einmal die Perspektive: Jetzt sitzen Sie in einem Wagen, spüren, wie Sie den verchromten Haltegriff vor sich umklammern, schauen aus große Höhe hinunter auf all den Trubel und fühlen, wie der Wagen langsam kettenrasselnd über den höchsten Punkt gezogen wird, um dann mit Ihnen die Bahn hinuntersaust.

Haben Sie den Unterschied zwischen den beiden Perspektiven gemerkt? Wann hatten Sie intensivere Gefühl? Ich nehme wohl an, während der zweiten Erlebnisperspektive, oder?! (Hartgesottenen Lesern empfehle ich das Gleiche einmal mit Bungee-Jumping zu probieren.)

Die Psychologie nennt diese beiden unterschiedlichen Erlebnisarten DISSOZIERT, wenn Sie sich von außen, wie auf einer Leinwand betrachten und ASSOZIIERT, wenn Sie im Film drin waren und das Ganze am eigenen Leibe nacherleben. Der Unterschied ist meist der, daß wir im assoziierten Zustand weitaus intensivere Gefühle erleben, als im dissoziierten Zustand.

Nun nehmen viele Menschen an, sie hätten keinen Einfluß auf Ihr inneres Erleben, sie würden es halt so oder so erleben. Im Extremfall führt dies dazu, daß es Menschen gibt, die grundsätzlich alles, was Sie erleben, sei es positiv oder negativ – dissoziiert erleben. Wenn Sie diese Menschen dann um einem kurzen Bericht Ihres letzten Urlaubs bitten, hat der meist den Charme einer Computerausdrucks. Dies ist oftmals der Wissenschaftler und Ingenieurtyp, der als unvoreingenommen, objektiv und distanziert gilt.

Auf der anderen Seite gibt es eben Menschen, die Ihre Erlebniswelt chronisch assoziiert organisieren. Stellen Sie sich einen Arzt im Rettungsdienst vor, der sich mit jedem Unfallopfer voll assoziiert. Wie lange wird dieser Arzt wohl seinen Job machen können, ohne depressiv zu werden.

Keine der beiden Perspektiven ist besser als die andere. Es kommt eben auf den Kontext an. Wäre es nicht nützlich, falls wir unser Gehirn so steuern könnten, daß es sich automatisch mit schönen Erlebnissen assozziert und uns damit in den Genuß all der positiven Gefühle bringt, die damit verbunden sind? Und wäre es nicht ebenso nützlich, wenn wir es fertigbrächten, uns in unangenehmen Situationen zu dissoziieren, dann zwar alle Informationen zur Verfügung hätten, jedoch von dem lähmenden Gefühl verschont blieben?

Für ein hartes und kritisches Feedback an uns würde das bedeuten, daß wir die ganze Situation, uns und unseren Kritiker von außen sehen, wie aus einer Beobachter-Perspektive. Wir haben dann zwar alle optischen und verbalen Informationen zur Verfügung, um mit der Situation sachlich, rational und souverän umzugehen, müssen jedoch nicht mit den blockierenden Gefühlen kämpfen, die wir dann haben, wenn wir assoziiert im Hormontopf sitzen.

Um diese nützliche Strategie Ihrem Gehirn beizubringen, erinnern Sie sich an einige Situationen (vergangen oder zukünftig), die Ihnen unangenehme Gefühle bereiten. Stellen Sie sich vor, Sie säßen im Kino und würden diese Situationen als Film auf der Kinoleinwand sehen.

Wichtig ist, daß Sie schön auf Ihrem Kinosessel sitzen bleiben und nicht in den Film hinein rutschen! Oder Sie stellen sich vor, Sie würden als Kameramann dieses Ereignis filmen.

Dann spielen Sie einige sehr schöne Ereignisse aus Ihrer Vergangenheit oder Ihrer Zukunft durch. Nehmen Sie sich Zeit, jede einzelne Situation assoziiert zu erleben. Schlüpfen Sie in das Bild oder den Film hinein, so daß Sie das Geschehen aus Ihren eigenen Augen heraus sehen.

Ich garantiere Ihnen: Wenn Sie das ein paar Mal gemacht haben, wird Ihr Gehirn das Prinzip verstanden haben und dasselbe mit all Ihren zukünftigen Erfahrungen machen.

Viel Spaß dabei.

Das NLP Meta-Modell der Sprache

“Was bedeutet eigentlich ein Wort?”

Die einzig richtige Antwort: “Es kommt darauf an, für wen.

Wenn zum Beispiel jemand in einem Meeting sagt: “Wir müssen unbedingt an unserer Servicequalität arbeiten.”, dann verbindet er mit dem Wort “Servicequalität” ganz bestimmte Assoziationen, Erfahrungen und auch Emotionen. Dies sind jedoch seine Assoziationen, seine Erfahrungen und seine Emotionen. Ein anderer Mensch hat ganz andere Bedeutungen dazu.

Alfred Korzybski, ein Ingenieur und Sprachwissenschaftler sagte dazu:

Sprache ist eine Landkarte über die Wirklichkeit.

Ein Wort ist also nicht gleich dem, was es bezeichnet – es ist ein Modell davon – ähnlich einer Landkarte, die das Gelände, die sie abbildet, nur sehr reduziert darstellt.

Das Meta-Modell der Sprache, eines der ersten NLP-Modelle die Richard Bandler und John Grinder bei ihren Arbeiten Anfang der 1970er Jahre entdeckt haben, ist

  1. ein Modell darüber, wie Menschen dazu benutzen Ihre “Wirklichkeit” zu beschreiben.
  2. eine pragmatisches Fragetechnik, mit dem der Anwender schnell und präzise die – nicht-mitgelieferte –
    Bedeutung von Worten und Sätzen hinterfragen kann.

Das Meta-Modell der Sprache ist eines der elementaren Bestandteile unserer NLP-Practitioner-Ausbildung und wird im 2. Ausbildungsblock “NLP-Talker” ausführlich gelehrt und trainiert.

Ein kleiner akustischer Vorgeschmack zu dem Meta-Modell der Sprache gefällig? Dann schalten Sie Ihre Lautsprecher am PC ein und hören meine 20 min Sendung über das “Meta Modell der Sprache:”

Viel Vergnügen.

Das Meta-Modell der Sprache

Wer mehr über das Meta-Modell der Sprache erfahren will, für den habe ich hier ein 34-seitiges E-Book zum Downloaden (Schutzgebühr: € 4,90 inkl. MwSt) bereitgestellt, in dem ich das Meta-Modell ausführlich beschrieben habe.

cover-meta-modell

PS. Sie bezahlen hier ganz einfach  über das Micropayment-System “MiniPay“. Nach der Angabe Ihrer Kontoverbindung sendet Ihnen das System eine TAN-Nummer auf Ihr Handy. Sie geben die TAN ein und
schon können Sie das E-Book herunterladen.

AK067 “Sleight of mouth” – verbales Aikido mit NLP

Sleight-of-mouthIn meinem aktuellen Podcast habe ich mich einmal etwas aus dem Fenster gelegt… und plaudere über ein NLP-Thema, das nicht ganz so bekannt ist: “Sleight of mouth” oder auch “Punch-Reframing” genannt – 14 Sprachmuster, mit denen man schnell und elegant unadäquate Aussagen schlagfertig entkräften kann oder irrationale Glaubenssätze mit nur einem Satz ins Wanken bringen kann.

Mehr darüber erfahren Sie in meinen aktuellen Podcast:

Podcast: Sleight of mouth – verbales Aikido auf NLP Art

Hier eine Übersicht über die 14 Sleight-of-mouth-Muster in Form eines MindMaps.
Download: Sleight-of-mouth (713)

Die “Sleight of mouth” Sprachmuster sind Bestandteil unserer NLP-Business-Master-Ausbildung.

Wissenschaftliche Studie weist die Wirksamkeit von NLP nach

Immer wieder wurde an NLP kritisiert, es gäbe keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis dazu. Umso mehr freut es mich, als ich heute von dem holländischen NLP Kollegen und klinischen Psychologen Jaap Hollander die Nachricht erhielt, er habe zusammen mit dem Kollegen Oliver Malinowski in einer Studie den Nachweis erbracht hat, dass NLP – zumindest im Coaching-Setting – wirkt.
Da die Studie selbst momentan noch in der Prüfung ist, kann ich momentan nur das Abstract davon hier veröffentlichen, das ich von Jaap Hollander bekommen habe. Mehr darüber, sobald die Studie veröffentlicht ist.

Weiterlesen

To be or not to be – Mit E-Prime mehr Klarheit in das eigene Denken bringen

"to be" or not "to be"Vor einiger Zeit stieß ich bei Recherchearbeiten auf einen recht interessanten Denkansatz, der mehr Klarheit und Präzision in das eigene Denken, Sprechen und Schreiben bringen kann – E-Prime.

  • Was ist E-Prime?
    E-Prime – ein linguistischer Denkansatz, um Denken und Sprache präziser und verständlicher zu machen.
  • Wie funktioniert E-Prime?
    E-Prime erreicht mehr Sprachpräzision durch die Vermeidung aller Formen des Verbes “sein” (engl. to be) und die Vermeidung von Passivsätzen.

Weiterlesen

Das Besondere an der Werte-Arbeit im NLP

Dilts-EbenenViele Menschen, die sich zu Beginn mit NLP beschäftigen, haben den Eindruck, dass sich NLP in erster Linie auf kommunikative Techniken und Formate reduziert. Erst später wird dann klar, dass NLP darüberhinaus eine ganze Reihe recht MERKwürdiger und differenzierter Denkansätze beinhaltet, wie z.B. die Arbeit an und mit Meta-Programmen, Glaubenssätzen (beliefs) und … auch Werten.

Nicht von ungefähr investieren wir gerade auf die letzten beiden Themen (Beliefs und Werte)  – insbesondere in der  NLP-Master-Ausbildung – mehr als ein Drittel der ganzen Ausbildung und beschäftigen uns mit fragen wie…

  • Was sind (meine) Werte?
  • Welche Typen von Werten gibt es (Kernwerte, Aversionswerte, Erfüllungswerte etc.)?
  • Was sind meine höchsten Werte und wie finde ich diese?
  • Wie kann ich Wertekonflikte lösen?
  • Wie kann ich meine Werte an mein Leben anpassen .. oder doch besser umgekehrt?
  • Woher weiss ich, was mir wirklich wichtig ist?

Weiterlesen

Rahmen gut – alles gut.. oder wie geistige Klarheit für bessere Meetings sorgt.

Nachdem ich in den letzten Wochen das Vergnügen hatte, bei unzähligen Meetings, Treffen und Besprechungen in grossen und kleinen Unternehmen dabei sein zu dürfen, kristallisierte sich langsam ein interessantes Muster heraus – ein Muster, warum diese Zusammenkünfte weitaus …

  • länger dauern, als sie dauern müssten.
  • weniger Ergebnisse zu Tage bringen, als man sich wünschte.
  • mehr frustrierte Mitarbeiter und Chefs hinterlassen, als diese (bis auf Ausnahmen) zuzugeben wagten.

Weiterlesen

Neue Workshop-Termine 2010

Chart1Puhhh, manchmal beneide ich jene Kollegen, die “nur” firmeninterne Seminare geben: Akquise – Konzeption – Abschluss – Vorbereitung und Durchführung des Seminars… fertig!
Im Gegensatz dazu meine ich ja seit fast 20 Jahren, nicht nur Firmen-Workshops , sondern auch eine ganze Reihe von offenen Seminaren und Ausbildungen anbieten zu “müssen”, auch wenn dies für uns eine ganze Menge mehr Detailplanung (Termine festlegen, Hotels buchen etc.) erfordert.
Aber was heisst denn da “müssen“? Ich will das ja so 😉
Denn diese beiden ganz unterschiedlichen Trainings-Typen befruchten sich derart gegenseitig und bieten mir so unterschiedliche Lernerfahrungen, dass ich auch in Zukunft keinesfalls darauf verzichten möchte.

In diesem Sinne freue ich mich, Ihnen heute unsere offenen Termine für das nächste Jahr präsentieren zu können.
(… und noch vielmehr, all diese Workshops und Ausbildungen leiten zu dürfen😉

Hier die Termine unserer offenen Workshops und Ausbildungen 2010:
(alle Termine finden Sie auch chronologisch in unserem Seminarkalender oder hier als ics-Datei.)

Weiterlesen

PenCast Nr. 2: NLP – der menschliche Modellierungsprozess

Zunächst einmal vielen Dank für das nette Feedback auf meinen ersten PenCast. Das hat mich doch sofort motiviert – trotz Erkältung 😉 – heute einen zweiten PenCast zu produzieren.
(Ein PenCast ist eine Art “VideoPräsentation”, bei der Sie mir über die Schulter schauen können, während ich Ihnen das Modell auf einem einzigen Blatt Papier erläutere.)

Heute geht es um eine Zeichnung, die meine NLP-Ausbildungsteilnehmer immer wieder zu Gesicht bekommen. Schon im allerersten NLP-Practitioner-Block erläutere ich sie, denn sie legt für mich die Grundlage für viele Techniken und Modelle im NLP – der menschliche Modellierungsprozess oder “Wie kreieren Menschen ihre subjektive Wirklichkeit?

Mit diesem Modell lässt relativ einfach erklären…

  • auf welcher Grundlage NLP beruht (…wie ich es verstehe)
  • warum NLP sich als Kunst von der Veränderung innerer Landkarten versteht
  • warum es nicht darum gehen kann, Recht zu haben, sondern darum “mentale Landkarten” abzugleichen
  • was man im NLP unter “Kalibrieren” versteht.
  • welche Zusammenhänge zwischen unserem Denken, unserem Fühlen, unseren Verhalten, unserer Physiologie und der “Realität”