Einsamkeit in Zeiten von Twitter und Co.?!

Gerade gelesen und für MERKwürdig befunden:

Viele Menschen glauben, dass “Alleine-sein” ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis ist und dies zu leugnen, eher ungesund für Körper und Geist sei.
Dr. Ester Buchholz, eine Psychoanalytikerin und klinische Psychologin beschäftigte sich in ihren Studien sehr intensiv mit dem was sie “alonetime” nannte. Dr. Buchholz war der Ansicht, dass unsere Gesellschaft Einsamkeit und “Alleine-Sein” (Alonetime) unter- und den Kontakt zu anderen Menschen überbewertet. Sie war der Überzeugung, dass Zeiten der Einsamkeit wichtig seien, wenn wir Zugang zu uns und unserem wirklichen kreativen Potenzial herstellen wollten. “Wirklich kreative Lösungen erfordern “alonetime“.

I h r  Credo (das mich in Zeiten von Twitter, Facebook und Konsorten nachdenklich stimmt):

Einsamkeit

Quellen:

Mein Kommentar: Es geht nicht um das bipolare “Entweder-oder” sondern meines Erachtens vielmehr um eine Balance im “Sowohl-als-auch”.
vielleicht ?° la “Ich mag Twitter… und ich mag es, alleine mit der Harley oder meinem Hund unterwegs zu sein.”

2 Kommentare
  1. admin
    admin says:

    Hallo Stefan,
    ja ich denke, die Integration von (scheinbaren) Gegensätzen stellt für viele eine Herausforderung da. Dies beginnt ja mit der Wahrnehmung eiens Gegen-Satzes, denn wenn ich etwas als nicht Gegensätzlich wahrnehme, muss ich es nicht “integrieren”, bzw. habe es bereits integriert. Sind “Zeit für mich” und “Zeit mit anderen” wirklich Gegensätze … oder machen wir sie nicht eher dazu… immerhin gibt es Menschen, die unter Leute gehen, um endlich mal gut alleine sein zu können .. und vielleicht gibt es ja auch Menschen, die gerne einsam sind, um endlich mal mit der Vielzahl ihrer Teilpersönlichkeiten etwas unternehmen zu können – verrückte Ansicht? Ja… auch;-)

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  2. Stefan Lapenat
    Stefan Lapenat says:

    Hallo Hans – Jürgen,

    ein klasse Artikel. Die Psychologen verwenden ja gerne das Wort “integriert”, wenn jemand in seiner Persönlichkeit das vermeintlich Gegensätzliche ( teamorientiert UND eigenständig ) oder auch distanziert UND kontaktfreudig unterbringen kann … Und was uns Menschen dann unterscheidet ist einfach der Grad Balance. Denn Balance ist nicht gleich Balance. So braucht der eine vielleicht 80% Zeit für sich und 20% Zeit mit anderen … und dann ist das eben SEINE individuelle Wohlfühlbalance. Knifflig wird es dann nur, wenn dann diese Person einer anderen Person sein 80/20 Gleichgewicht als DIE perfekte Balance verkaufen möchte …

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