Lade
VIA Hans-Jürgen Walter
  • Über mich
  • NLP-Seminare
  • NLP-Ausbildungen
    • NLP Business Practitioner
    • Integrale NLP-Business-Master & NLP-Coach Ausbildung 2025/26
    • Fragen und Antworten
  • Coaching
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Wenn es wirkt, war es NLP?! … oder war es umgekehrt?

in Kommunikation, NLP
NLP-Grenzen

Was ist (noch) NLP und was nicht mehr? Das Ergebnis einer Gruppe von NLP-Trainern (just in work;-)

Wenn ich in Google eingebe „Was ist NLP?„, dann bekomme ich in 0,37 Sekunden über 1,4 Millionen Treffer. Doch viel interessanter finde ich die Frage „Was ist nicht NLP?“ (… die Google übrigens geflissentlich ignoriert;-)

Denn wenn ich etwas mit „x“ bezeichne, muss es doch zwangsläufig auch „nicht-x“ geben, oder?

Dazu  sind mir weider einmal meine Unterlagen von einem NLP-Trainer-Treffen in München in die Hände gefallen und ich stiess dabei auf diese wahrlich MERKwürdige Frage, die wir damals diskutiert hatten… tja und meines Erachtens nicht wirklich hinreichend beantwortet hatten. Grund genug, wie ich meine, dies nochmals hervorzuholen, oder?!

Was ist NLP und was ist kein NLP (mehr)?
oder etwas anders gefragt: „Wenn ich auf etwas stosse z.B. eine Kommunikationstechnik o.ä.
– woher weiss ich, dass dies NLP ist oder eben kein NLP ist?

Vielleicht meint Ihr jetzt, dass dies doch sehr akademisch ist und wenig pragmatisch. Vielleicht – vielleicht auch nicht?

Vielleicht hat es ja etwas mit meinen Werten (Transparenz, Klarheit?!) zu tun, das ich gerne wissen möchte, auf was ich mich einlasse. Oftmals ist mir das mehr oder weniger klar: Wenn ich einen LKW-Führerschein mache, lerne ich dort nicht, wie man mit einer Kettensäge umgeht und falls doch, würde mich das schon befremden. Und wenn ich mir eine Schachtel Kopfschmerztabletten kaufe, möchte ich nicht, dass da ein Kondom drin ist.

Bei Führerscheinen oder Tablettenpackungen ist das (noch) relativ einfach – bei Seminaren und speziell bei NLP-Seminaren nicht mehr ganz so einfach. Natürlich haben wir NLP-Trainer (auf alle Fälle die meisten von uns) ein Curriculum, das ein NLP-Verband ausgearbeitet hat.
Und in diesem Curriculum steht auch, was wir in unseren Ausbildungen lehren sollten – was jedoch nicht darin steht, ist was wir nicht lehren sollten.

Und so gibt es da draußen eine wunderbare Vielfalt von „Kombipräparaten“ – sorry – ich meine natürlich „NLP-Seminaren“ in denen der Teilnehmer ganz kostenlos und zusätzlich auch Dinge lernt und erfährt wie z.B. der Muskeltest aus der Kinesiologie funktioniert, die „4 Botschaften einer Nachricht von Friedemann Schultz von Thun“, das Enneagramm oder Techniken aus der Emotional Freedom Technique.

Nun – dagegen ist ja an sich überhaupt nichts zu sagen… im Gegenteil: Erstens ehrt es den Ausbilder und seine breite Wissens- und Könnensbasis und zweitens profitiert doch der Teilnehmer. Also warum sollte man sich darüber aufregen?

Tut ja auch keiner;-), aber vielleicht würde es der geistigen Klarheit unserer Teilnehmer dienen, wenn  wir (NLP-Trainer) hin und wieder mal das Kind beim Namen nennen – wenigstens soweit wir der Vater des Kindes bekannt ist.

Allerdings: Dies beantwortet noch nicht die Kernfrage :

Was ist nun NLP … und was ist kein NLP mehr?

Der erste Weg: Wir machen es uns leicht.

Nun könnte man es sich einfach machen, und sich z.B. eine Art „Generalabsolution“ stricken:

„Wenn es wirkt, war es NLP!“
Alles was wirkt ist NLP, na und wenn es nicht gewirkt hat, war es halt auch kein NLP. Ein wundervoller positiver „Doublebind“: Egal was du machst – es ist immer richtig.
Spaß beiseite…. obwohl ich diese Definition allen Ernstes schon von einem zert. NLP-Trainer gehört habe.

„Passt es zu den NLP-Axiomen? – Dann ist es NLP!“
In meinen ersten NLP-Jahren zu Anfang der 1990er Jahre habe ich mich mit bestem Gewissen damit getröstet: Wenn es mit den NLP-Axiomen übereinstimmt, das ist es NLP.
Hier auszuführen, warum dieser Ansatz  nicht wirklich brauchbar ist, vielleicht einmal an anderer Stelle;-) Als Stichworte seien nur genannt: Kontextabhängigkeit und jede Menge semantische Fehlgeformtheiten.

Wenn es so etwas wie „NLP“ gibt, muss es logischerweise auch ein „NICHT-NLP“ geben, sonst ergibt die Einführung des Begriffes doch keinen Sinn, oder?
Aber wo fängt dieses „NICHT-NLP“ an und wo hört das NLP auf? Und ist das eine digitale Trennlinie oder eher eine weiche Übergangszone?
Und wer bestimmt, wo diese Linie oder Zone liegt? Richard, John, Robert, Wyatt, die INLPTA, der DVNLP?
Oder vielleicht gar ich selbst – im besten Sinne unseres „Landkarten-Modells?“

 

Der zweite Weg: Das muss jeder für sich selbst beantworten

Fragen über Fragen… die mich gerade auf „die Mutter aller Fragen“ bringt:

Ist die Frage „Ist das NLP oder ist dies kein NLP?“ denn überhaupt prinzipiell entscheidbar?

Nach Heinz von Foerster gibt es…

a) prinziell entscheidbare und

b) prinzipiell nicht entscheidbare Fragen.

Prinzipiell entscheidbare Fragen, wie z.B. „Müssen Menschen essen?“ oder „Fällt ein Stein nach unten, wenn man ihn loslässt?“ stammen aus der objektiven Welt (Wirklichkeit 1. Ordnung) … und lassen sich demnach beantworten (=entscheiden). Prinzipiell entscheidbare Fragen gehorchen dem Muster „Ich lege für mich fest, wie es (für mich) ist.“

Prinzipiell nicht entscheidbare Fragen sind Fragen aus der subjektiven Wirklichkeit (Wirklichkeit 2. Ordnung) und lassen sich per definition prinzipiell nicht entscheiden.

  • Was geschieht, wenn wir sterben?
  • Hat das Licht Teilchen- oder Wellencharakter?
  • Ist Frau X eine gute Führungskraft?

Wenn man sie jedoch entscheiden (=beantworten) will, muss man dies selbst tun „Es ist wie ich es sage.“
Dann aber trägt man auch die Verantwortung über diese Entscheidung d.h. wir müssen später antworten können auf die Frage, weshalb wir uns so und nicht anders entschieden haben.

Meiner Meinung nach ist diese Frage prinzipiell nicht entscheidbar, da ich NLP als eine Disziplin sehe, die sich mit dem subjektiven Erleben von Menschen beschäftigt.
Demnach muss ich selbst zu entscheiden, ob z.B. der Muskeltest aus der Kinesiologie noch zu NLP gehört oder eben nicht?
… was mich wiederum dazu zwingt, mich mit z.B. NLP und Kinesiologie intensiv auseinander zu setzen, mir Erfüllungs-Kriterien zu überlegen, an denen ich festmachen kann,
ob eine Technik oder ein Modell…

  1. zum Kern des NLP gehört
  2. mit NLP „verwandt“ ist (engl. „familiar“)
  3. mit NLP kompatibel ist oder
  4. mit NLP inkompatibel ist

… um einmal ein paar Bereiche einer eventuellen Übergangszone von NLP zu „Nicht-NLP“ zu formulieren.

Und während ich das hier schreibe, merke ich, dass dies schon wieder weitere Fragen aufwirft;-)

Und vielleicht es ja auch ganz anders, denn…

„Wir irren allesamt… nur jeder irret anders!“ (Albrecht von Haller)

Ihre/Eure konstruktiven Meinungen zu diesen – für mich selbst noch unausgegorenen Gedanken – sind herzlich willkommen.

 

Schlagworte: Business-NLP, NLP, Philosophisches
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://www.visionintoaction.de/wp-content/uploads/2009/06/NLP-Grenzen.jpg 1280 960 Hans-Jürgen Walter http://www.visionintoaction.de/wp-content/uploads/2015/06/hjw-header-logo.png Hans-Jürgen Walter2013-06-01 16:06:292018-11-28 08:32:07Wenn es wirkt, war es NLP?! … oder war es umgekehrt?
Das könnte Dich auch interessieren
NLP-Survival-Kit (3): Die Einstellung machts
Neue Workshop-Termine 2010
Wie betoniere ich meine mentalen Denkrinnen – schnell und effektiv?
NLP-Testival 2007: Wir gratulieren sechs neuen cert. NLP-Master (INLPTA)
AK075 NLP & Neurowissenschaften
AK076 Strategien für ein konstruktives EmotionsManagement
Search Search

Herzlich willkommen

Ich bin Hans-Jürgen Walter. Seit über 20 Jahren fasziniert mich die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren.  Gerne teile ich hier mit Ihnen spannende Gedanken, pragmatische Methoden und erkenntnisreiche Modelle, die ich als Coach, Führungskräftetrainer, Ehemann und Vater zum Thema Kommunikation und Persönlichkeit in meinem Alltag erlebe.

Blog Archiv

  • Juni 2025
  • November 2023
  • März 2020
  • März 2019
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • April 2018
  • Februar 2018
  • Dezember 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • September 2016
  • April 2016
  • April 2015
  • März 2015
  • Juni 2014
  • Mai 2014
  • April 2014
  • März 2014
  • Februar 2014
  • Januar 2014
  • Dezember 2013
  • Oktober 2013
  • Juni 2013
  • März 2013
  • Februar 2013
  • August 2012
  • Juli 2012
  • Mai 2012
  • Februar 2012
  • Dezember 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • Juli 2011
  • Mai 2011
  • April 2011
  • März 2011
  • Februar 2011
  • Dezember 2010
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • September 2010
  • August 2010
  • Juli 2010
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • Februar 2010
  • Januar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • August 2009
  • Juni 2009
  • Mai 2009
  • April 2009
  • März 2009
  • Februar 2009
  • Januar 2009
  • Dezember 2008
  • Oktober 2008
  • September 2008
  • Juli 2008
  • Juni 2008
  • Mai 2008
  • Dezember 2007
  • November 2007
  • Oktober 2007
  • September 2007

Schlagworte

Bedeutung beliefs Beziehung Buchtipp Business-NLP Change Coaching Denkfehler Emotionsmanagement Flexibilität Framing Glück homeslider how-to-do Improvisation Kommunikation Konflikt Leadership Manipulation Meetings mentale-Modelle Neuroleadership NLP NLP & Sprache pencast Philosophisches Podcasts Positive Psychologie positives-Denken Problemloesungstechnik Procrastination Präsentation Public Speaking Ritual Stimmung Studie test Tools & Toys Twitter Umgang-mit-Sprache Visual Thinking VUKA Werte Wissensmanagement Workshop

Kontakt:

VIA Hans-Jürgen Walter
Hauptstrasse 75
D-69245 Bammental /Heidelberg

tel +49-6223-970268
mail mail@visionintoaction.de

Impressum

Datenschutzerklärung

Fakten

© Copyright - VIA Hans-Jürgen Walter - Enfold Theme by Kriesi
Link to: Denkfallen im Kopf oder warum Irren allzu menschlich ist (inkl. Denk-Test) Link to: Denkfallen im Kopf oder warum Irren allzu menschlich ist (inkl. Denk-Test) Denkfallen im Kopf oder warum Irren allzu menschlich ist (inkl. Denk-Test) Link to: Erste Begegnungen mit dem profilingvalues (1) Link to: Erste Begegnungen mit dem profilingvalues (1) Erste Begegnungen mit dem profilingvalues (1)
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen