InsideOut – Workshop 2 von 4
Du triffst täglich Entscheidungen, übernimmst Verantwortung und hast gelernt, auch in anspruchsvollen Situationen zu funktionieren.
Und trotzdem gibt es Momente, in denen du an deine Grenzen stößt. Momente, in denen dein Handlungsspielraum kleiner wird:
- Du hältst an einer Entscheidung fest, obwohl du Zweifel hast.
- Du versuchst, Ungewissheiten durch noch mehr Kontrolle in den Griff zu bekommen
- Du übernimmst zu viel Verantwortung und merkst erst hinterher, dass du dich festgebissen oder zurückgezogen hast.
Vielleicht gerät auch etwas Grundsätzlicheres in Bewegung: Dein bisheriger Kontext passt nicht mehr richtig zu dir. Was dich lange motiviert hat, trägt nicht mehr. Eine Veränderung steht an, ohne dass schon klar ist, wohin sie führen soll.
Oft fehlt es dabei nicht an Wissen. Es sind einfach gewohnte Wahrnehmungs-, Denk- und Reaktionsmuster, die unter Druck oder in Umbruchphasen besonders schnell automatisch ablaufen.
Genau hier setzt dieser Workshop an.
Nicht mehr wissen. Im richtigen Moment mehr können.
Gute Selbstführung bedeutet nicht, sich jederzeit im Griff zu haben oder immer diszipliniert, völlig gelassen und leistungsfähig zu sein.
Gelungene Selbstführung heisst vielmehr, Handlungsoptionen zu haben und sich selbst ein guter Freund zu sein.
Sie beginnt damit, wahrzunehmen, was gerade in dir geschieht:
- Worauf richtest du deine Aufmerksamkeit?
- Welche Bedeutung gibst du der Situation?
- Wie reagierst du körperlich und emotional?
- Welches vertraute Muster beginnen zu wirken?
- Welche deiner Werte, Bedürfnisse oder Glaubenssätze sind im Spiel?
- Was brauchst du und was braucht diese Situation jetzt?
Wir reagieren nicht nur auf das, was geschieht, sondern vor allem auf das, was wir darin sehen. Unter Druck wird unser Denken enger. In Umbruchphasen halten wir vertraute Vorstellungen darüber, wer wir sind und was Erfolg bedeutet, schnell für feststehende Tatsachen.
Im Workshop lernst du, diesen Ablauf früher zu erkennen, deine erste Sichtweise zu überprüfen und weitere Perspektiven zu entwickeln.
Was du in den Workshops trainierst
Du bemerkst schneller, wenn Anspannung steigt und dein Handlungsspielraum enger wird. Du unterscheidest klarer zwischen dem, was geschieht, und dem, was du daraus schließt. Du erkennst, wie sich Druck körperlich und emotional ankündigt, und kannst früher Einfluss auf deinen Zustand nehmen.
Dabei gibt es nicht die eine richtige Art, dich selbst zu führen. Oft bewegen wir uns in Spannungsfeldern zwischen zu wenig und zu viel.Manchmal braucht es Disziplin und Fokus, manchmal eine Pause oder eine neue Richtung. Manchmal solltest du Verantwortung übernehmen, manchmal abgeben. Auch eine Stärke kann durch Übertreibung zum Problem werden: Entschlossenheit wird zu Starrheit, Verantwortungsbewusstsein zu Überforderung.
Die entscheidenden Fragen lauten:
Was braucht diese Situation gerade von mir?
Passt die Richtung, in die ich gehe, noch zu mir?
So arbeiten wir
Wir arbeiten an konkreten Situationen aus deinem beruflichen und persönlichen Alltag: schwierigen Entscheidungen, hoher Belastung, wiederkehrenden Mustern oder der Frage, ob deine bisherige Rolle und Lebensrichtung noch zu dir passen.
Gemeinsam untersuchen wir, wie dein Verhalten entsteht: worauf du achtest, welche Bedeutung du einer Situation gibst, wie dein Körper reagiert und welche Wirkung daraus entsteht. Anschließend entwickelst und erprobst du andere Perspektiven und Reaktionen.
Modelle und Methoden nutzen wir dort, wo sie Orientierung geben. Sie sind Werkzeuge, nicht das Ziel. Es geht nicht um Patentrezepte oder Selbstoptimierung, sondern darum, dir selbst aufmerksam und ehrlich zu begegnen und bewusster zu entscheiden.
Was du aus dem Workshop mitnimmst
Workshop 2
Selbstführung 1
„Eigene Muster erkennen und verändern“
Termin: Do., 26. – Sa. 28. Nov. 2026







